www.horse-and-children.org

Horse & Kids Project

Auf dem Weg in eine neue Freiheit: zurück zu den Wurzeln

Indianer- Horsemenship Organisation in Süd-Dakota fördert ihre Jugendlichen

Pine Ridge, South Dakota / USA (pew) Großes Engagement bei der Förderung ihrer Kinder und Jugendlichen zeichnet eine vor Jahren gegründete Non- Profit Corporation, eine gemeinnützige Vereinigung der Lakota (Sioux) in der Pine Ridge Reservation in Süd-Dakota aus. Unter der Leitung der beiden Vorstandsvorsitzenden Wendell Yellow Bull und Bam Brewer kümmert sich die „Lakota Horsemenship Organisation“ darum, Kinder und Jugendliche ihres Volkes vor den Gefährdungen durch Alkohol und Drogen zu bewahren, indem sie ihnen die Möglichkeit geben mit Pferden zu arbeiten, reiten zu lernen und sie auf diesem Weg zu alten Reittraditionen zurückzuführen. Ein Bemühen, das durchaus von Erfolg begleitet ist, jedoch stark abhängt von Spenden, die es ermöglichen, Projekte zur Prävention auch in Zukunft zu verwirklichen.

„Sunka Wakan Na Wakanyeja Awicaglipi“ (Lakota), auf Deutsch: „Pferd und Kind zusammenführen“. Unter diesem Namen haben die Mitglieder der Lakota Horsemenship ihre Vereinigung gestellt, mit deren Hilfe sie Kinder und Jugendliche in der Sioux-Reservation Pine Ridge vor dem gefährlichen Abdriften auf die Alkohol- und Drogenschiene bewahren wollen.

Zugleich werden die jungen Indianer wieder zurückgeführt zu ihren traditionellen Wurzeln, zu denen den Lakota und den meisten anderen Indianervölkern seit Ende des 19. Jahrhunderts der Zugang systematisch verwehrt wurde. Nach dem berüchtigten Massaker an rund 300 wehrlosen indianischen Menschen im Dezember 1890 am Wounded Knee- Bach in Süd-Dakota brach der Widerstand der Prärie-Indianer gegen die weißen Eindringlinge endgültig zusammen. Eingepfercht in die Ghettos öder Reservationen und abgeschnitten von ihren alten Traditionen, machten sich bei vielen Stämmen Verzweiflung und Resignation breit. Was blieb war die Flucht in die tödliche Scheinwelt des Alkohols und anderer Drogen - für Jahrzehnte ein Teufelskreis.

Doch setzte in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts ein Umdenken ein. Führende Vertreter des Sioux-Volkes erinnerten sich bei ihrer Suche nach Auswegen aus der Hoffnungslosigkeit wieder ihrer alten Traditionen und der spirituellen Sicht einer Einheit der Welt und ihrer Lebewesen. Seither hat man insbesondere bei der indianischen Jugend Erfolge damit, ihre uralten kulturellen Wurzeln freizulegen und neu zu beleben. Die Gründer der Organisation „Sunka Wakan Na Wakanyeja Awicaglipi“ nutzten dabei ihre Liebe zu den Pferden, die den Indianern stets geblieben war. So nimmt man seit Jahren regelmäßig an „Memorial Rides“, Gedenkritte, teil, bei denen an wichtige Ereignisse oder hervorragende Persönlichkeiten erinnert wird. So initiiert Bam Brewer alljährlich im Juni einen fünftägigen Ritt zu Ehren des großen Oglala-Kriegers Tasunka Witkó, dessen Lakota - Name von den Amerikanern sehr oberflächlich als „Crazy Horse“ übersetzt wurde. An diesem Ritt nehmen seither stets mehr als 100 Jugendliche teil. Begleitet werden sie während dieser fünf Tage von spirituellen Führern, von denen die jungen Reiterinnen und Reiter in Sitten, Sprache und Gebräuche ihres eigenen Volkes unterwiesen werden.

Übers Jahr verteilt werden auch Workshops, Exkursionen und Kurse in alten Kulturtechniken angeboten und genutzt, die den jungen Menschen sinnvolle Alternativen bieten, um sie vor einem Abgleiten zu bewahren. Die in den Kursen hergestellten traditioneller Gebrauchs- und Kunstgegenstände werden zum größten Teil verkauft und dienen zur mit Finanzierung für neue Kurse, Ausflüge und Ritte. Natürlich sind all diese Bemühungen mit Kosten verbunden, die von den Organisatoren nicht allein aus eigenen Mitteln aufgebracht werden können.

 
Sie befinden sich hier: Startseite Horse & Kids Project